Quellkonzept kondensiert aus Myzelium Podcast Nr. 87 und 88 von Andreas Naran Artmann

Danke an Franziska und Stefan vom Myzelium fürs Gegenlesen und die Freigabe.

Die Podcasts gibt es hier zu hören:

Einführung in die Quelltheorie - Teil 1 

Einführung in die Quelltheorie -Teil 2 

Es lohnt sich auf jeden Fall diese Podcasts anzuhören. Mein Kondensat gibt nur ein Bruchteil des Erfahrungswissens wieder und ist eigentlich eher als Appetitmacher gedacht.


Für Unentschlossene hier nun mein Kondensat:

Wie kommen Ideen in die Welt?

  • Es geht beim Quellkonzept nicht so sehr um Führung oder Organisationsentwicklung, sondern es geht vielmehr um die Frage, wie kommen eigentlich Ideen in die Welt?

  • Wie manifestieren sie sich und wie gelingt dies in einer guten Art und Weise?

Und dabei geht es nicht um den eigenen Willen, was will das Ego in die Welt bringen, sondern es geht eher um ein Durchlässig sein und was für eine Kraft durch uns hindurch fließt, um etwas in die Welt zu bringen.

Also die Frage, was will durch mich eigentlich in die Welt kommen?

Und da sind sowohl KünstlerInnen, also Aktivisten, Community Organizers oder eben in unserem Fall (Myzelium) UnternehmerInnen, die Persönlichkeiten oder die verschiedenenen Ausprägungen, wie diese Kraft in die Welt kommt. Und die haben alle gemeint, dass wir Vorstellungskraft haben, etwas zu realisieren, was noch nicht da ist.

Wir haben Vorstellungskraft über eine Zukunft, wie sie noch nicht da ist. Und das ist was ganz anderes. Das ist Kreativität im wahrsten Sinne des Wortes für mich.

Und das ist was ganz anderes als die alte Geschichte von wir arbeiten, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen.

Geschichten , Mythen, Narrative

Wir sind sinngebende Wesen und durch unsere Geschichten erzeugen wir Bedeutung für uns und für die Welt. Und die Grundlage von Kooperation, um etwas gemeinsam zu erschaffen, sind gemeinsame Geschichten, gemeinsame Mythen. Und Menschen schließen sich eben solchen Geschichten an, sie schließen sich diesen Visionen an und damit sie sich anschließen können, braucht es es eben Klarheit in dieser Geschichte.

Es gibt am Anfang immer genau eine Quellperson

Die Beobachtungen zeigt, dass es am Anfang immer genau eine Quellperson gibt, die eben diese Idee, diese Vision empfangen hat und die die Initiative ergreift.

Tom Nixon schreibt nochmal deutlich, und das finde ich wichtig zu betonen, dass alle Projekte, Organisationen oder Bewegungen sind am Anfang eine Initiative. Entweder beginnen wir Menschen Initiativen oder wir treten ihnen bei, um Ideen in der Welt zu realisieren. Und wenn wir diese Initiativen beitreten, dann können wir zu spezifischen Quellen in einem größeren Feld werden.

Geld

Zitat Webseite Tom Nixon

_Die Rolle des Geldes

_Traditionelle Ansichten über die Funktionsweise von Unternehmen geben dem Geld eine zentrale Rolle und schreiben ihm alle Macht zu, die hier der Quelle zugeschrieben würde. Mit anderen Worten: Die Menschen folgen dem Geld, nicht der Vision. Koenigs Forschung zeigt jedoch, dass Gründer, egal ob alt oder neu, ihre Initiativen nie mit Geld beginnen. Sie beginnen mit einer Idee, die sie leidenschaftlich gerne verwirklichen möchten, und investieren zunächst sich selbst in sie, das bereits erwähnte Risiko. Es ist ihre Klarheit und Leidenschaft, die die benötigten Ressourcen anzieht, darunter Geld, aber nicht nur Geld. Leidenschaft und Vision, nicht Geld, bestimmen, ob eine Initiative erfolgreich ist.

_Wenn ein Unternehmen knapp bei Kasse ist, verlagert sich der Fokus oft auf das Geld und weg von Leidenschaft und Vision. Das Unternehmen kann dann pleitegehen – nicht wegen des Geldmangels – sondern wegen der Änderung des Fokus. Auch ohne Geld gibt es immer einen nächsten Schritt, wenn Leidenschaft und Vision vorhanden sind.

_Das heißt nicht, dass Geld keine Rolle spielen sollte. Das Ziel ist auch nicht, Geld zu vermeiden – das könnte katastrophal sein. Doch anstatt zu bestimmen, was getan werden kann, wird es als eine Ressource betrachtet, die – neben vielen anderen – von der Quelle im Dienste ihrer Vision eingesetzt werden kann.

_Wenn man fälschlicherweise Geld über Vision und Leidenschaft stellt, verliert man die Quelle aus den Augen, und genau dieses Streben kann ansonsten erfolgreiche Unternehmungen zunichte machen.

Zitat Ende


Aufgabe der Quelle

  1. a) Empfangen einer Intuition, einer Idee, einer Vision. b) Die Umsetzung durch eine Initiative also das Einbringen von Energie c) Eingehen eines ersten Risiko’s

  2. Am Anfang die Führung übernehmen, den grundsätzlichen Kurs festlegen. ein kreatives Feld kreieren / Also wir erzeugen das kreative Feld und wir laden Menschen ein, selber in die spezifischen Rollen zu kommen, die dann in ihren Bereich quasi dadurch zu einer globalen Quelle für ihren Bereich werden (Holarchie).

  3. Auf den Rahmen von Werten und Visionen achten

    -> Hütungsrolle, Membran sein für das Feld -> Zugänge, Entwicklung filtern / vor Wertverlust schützen / Hütefunktion nach Außen

Gemeinschaft: Zu einer Gemeinschaft gehört auch, das es Menschen innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft gibt. Die Quelle achtet darauf das dazukommende Menschen oder Projekte innerhalb der Gemeinschaft in den Werteraum des Gesamtzusammenhangs passen. Und trotzdem ist es ein Miteinander, ein gegenseitiges Führen und Folgen, was sozusagen in einer auf Augenhöhe stattfindenden Wechselbewegung passiert.

Quellkonzept Prinzipien nach Peter König

  1. Das Äquivalenzprinzip: Da geht es um eine Gleichwürdigkeit. Das bedeutet jeder Mensch in diesem Feld kann eine spezifische Quelle werden. Und so hat eben jeder in diesem Feld die Möglichkeit der Einflussnahme.

  2. Das Primatsprinzip: Das bedeutet eben, dass diese Quelle vor allem in ihrer Einzigartigkeit dieser Rolle anerkannt wird und sich wirklich mit dieser Rolle in den Dienst des Projektes stellt. Das ist was richtig, richtig Wichtiges.

WICHTIG:

Das ganze Ding kann nicht funktionieren, wenn wir zwar unsere Quellkonzepte irgendwie versuchen umzusetzen, aber sozusagen nicht das Miteinander gut organisieren.

Und da gibt uns nicht das Quellkonzept die ausreichenden Werkzeuge, sondern da braucht es natürlich was noch parallel dazu.


Fragen zum weiterarbeiten aus dem Podcast

  • Wo in meinem Leben bin ich eigentlich Quelle?

  • Und wie erlebe ich mich eigentlich da? Was ist eigentlich das Wasser, das durch mich durchströmt?

  • Wo bin ich vielleicht spezifische Quelle innerhalb eines größeren Feldes?

  • Wo bin ich vielleicht einfach unterstützend dabei? Und wer könnte hier eigentlich die Quelle sein?

  • Was brauche ich eigentlich als Quelle, um so richtig zu sprudeln?

  • Oder was hindert mich als Quelle vielleicht auch am Sprudeln?